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Das Wasser in Mexiko ist knapp

Das Wasser in Mexiko ist knapp

Vielen Menschen ist das Wasser ausgegangen. In meiner Stadt Puebla in Mexiko wird wegen Wasserknappheit der Notstand ausgerufen.

 

 

 

 

 

Das ist meine Erfahrung wie es ist, ohne Wasser zu leben.

 

 

Ich bin Hayllen Sanchez und neu im FUTURELEAF-Team. Für unsere Mission #wasserwert erzähle ich euch die Erfahrungen aus meiner Heimatstadt Puelba in Mexiko, in der vielen Menschen das Wasser ausgegangen ist. Wegen Wasserknappheit wurde der Notstand ausgerufen.

 

Im März 2021 war ich mal wieder zu Besuch bei meiner Familie in meiner Heimatstadt Puebla, Mexiko. Sie liegt auf 2160 Metern im Süden Mexikos und hat fast 1,5 Millionen Einwohner. Meine Eltern sind inzwischen aus der Stadt gezogen, um mehr Ruhe und die Natur zu genießen. Überraschenderweise heißt der Ort, in dem meine Eltern jetzt leben Cuautlancingo, was aus der alten Nahuatl-Sprache der Azteken stammt und bedeutet „der Adler, der sich niederlässt, um Wasser zu trinken“. Früher war ein Ort mit voll Wasser. Doch leider herrscht dort heute Wasserknappheit.

 

In dieser Stadt wird das Wasser nicht monatlich bezahlt, sondern alle zwei Monate. Es kostet etwa 350 mexikanische Pesos (ungefähr 12,90 Euro). Außerdem hat man nur dreimal in der Woche Wasser und das für nur ein paar Stunden. Man weißt also nie, wann das Wasser kommt. Wir mussten deswegen immer aufmerksam sein. Wenn Wasser da war, haben wir es schnell in Eimern abgefüllt. Noch besser ist es, wenn man eine Zisterne hat, damit man möglichst viel Wasser darin sammeln kann. Meine Eltern haben auch eine gebaut, um die Wasserknappheit zu vermeiden. Leider hat das nicht geklappt. Denn mehr als eine Woche lang hatten wir kein Wasser aus der Leitung und die Reserven in der Zisterne waren knapp. Dann ging uns das Wasser aus. Und was macht man dann, wenn man kein Wasser hat? Man kann nicht baden, man kann nicht kochen, das Haus nicht putzen, die Wäsche nicht waschen. Und noch schlimmer wird es, wenn man auf die Toilette nicht mehr benutzen kann, weil kein Wasser fließt. Kannst du dir das vorstellen?

 

 

Was würdest du tun, wenn du morgen den Wasserhahn aufdrehst und kein Wasser fließt?

 

Man stellt sich sofort die Frage: Woher könntest du jetzt Wasser herbekommen? Kannst du es irgendwo kaufen? Kannst du dir es überhaupt leisten? Meine Familie hat Wasser gekauft, weil sie es bezahlen kann. Das bedeutet aber nicht, dass es durch Geld grundsätzlich direkt zur Verfügung steht. Und für vielen Menschen mit geringem Einkommen ist es fast unmöglich sich Wasser zu leisten. Die Kosten für eine LKW-Wasserlieferung kann eine vierköpfige Familie eine Woche lang mit Essen versorgen.

 

 

Wir mussten auf jeden Fall mehrere Lieferanten anrufen, weil nicht alle das Wasser liefern konnten. Wir fanden dann einen, der uns 10.000 Liter Wasser für 1.100 mexikanische Pesos (50,90 Euro) verkaufte. Das ist ein Preis, den sich nicht jeder leisten kann, wenn nur 522 Euro im Monat zur Verfügung hat. Und was machen Menschen, die das Wasser nicht bezahlen können? Sie versuchen einfach, ohne Wasser zu überleben.

 

Die Wasserlieferung aber dauerte noch. Deshalb beschlossen wir zum Haus meines Großvaters zu fahren. Die Fahrt dauerte eine Stunde. Aber wir waren froh, dass wir uns duschen und unsere Kleider waschen konnten. Mein Großvater hat nie Probleme mit dem Wasser – er hat einen Brunnen. Ein Brunnen ist ein Loch, eine Ausgrabung oder ein vertikaler Tunnel, der so tief ist, dass er auf Grundwasser stösst. Damit hat man immer ausreichend frisches Wasser.

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Vor zehn Jahren war es noch üblich, beim Bau eines Hauses einen Brunnen zu graben um Wasser zu haben – nicht nur für den Bau, sondern auch damit das Haus sofort über Wasser verfügt. Heutzutage ist das nicht mehr möglich, weil die Regierung das Graben von Brunnen für Privatpersonen verboten hat. EInmal weil Wasser ein knappes Gut ist und weil man damit Geld machen kann. „Das blaue Gold!“

 

 

Soll das Wasser teurer werden, damit wir es schätzen?

 

Man darf in Mexiko also keinen Brunnen mehr bohren. Die Wasserversorgung funktioniert aber auch nicht richtig. Viele Expert*innen sind der Meinung, dass der Preis für Wasser erhöht werden sollte, damit die Menschen die Ressource zu schätzen wissen und mit ihr sorgsam umgehen. Würdest du dem zustimmen?

 

 

In Mexiko ist die Wasserkrise besonders in Monterrey, der zweitgrößten Stadt Mexikos und einem der wichtigsten Wirtschaftszentren des Landes, zu spüren. Nach Angaben der Behörde betrifft die Dürre fünf Millionen Einwohner. Einige Stadtteile von Monterrey haben seit 75 Tagen kein Wasser mehr, so dass viele Schulen vor den geplanten Sommerferien geschlossen werden mussten. Und vielleicht fragst du dich, wie die Einwohner ohne Wasser überlebt haben. Bedauerlicherweise müssen sie in langen Schlangen stehen und manchmal ab fünf Uhr morgens warten, damit sie ein paar Liter Wasser an den wenigen Wasserverteilstellen bekommen, die die Regierung in dieser Stadt eingerichtet hat.

 

 

 

 

 

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Fazit:

Diese Erfahrung hat meinen Umgang mit Wasser verändert. Sie hat mir bewusst gemacht, dass Wasser nicht endlos zur Verfügung steht. Ein paar Tage bevor das Wasser ausging, schätzte ich jeden Tropfen, den ich benutzte. Und ich habe gelernt, dass ich Wasser anders und mehrfach verwenden kann. Wir hatten zum Beispiel das Wasser, mit dem wir geduscht hatten, wiederverwendet um das Badezimmer zu reinigen. Wir achteten sogar darauf, wie viel Wasser wir für Alltägliches benötigen, um es dann sorgsamer zu verbrauchen. Durch diese Erfahrung habe ich verstanden, dass man ohne Wasser einfach nicht leben kann.

 

Was ist dir das #wasserwert?

 

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Dieser Artikel unterstützt die Sustainable Development Goals

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Digital Journalistin und Filmemacherin

Hayllen Sanchez

Hayllen liebt es coolen Content und Filme zu produzieren, Themen zu recherchieren und die Zukunfts-Plattform FUTURELEAF.space mit aufzubauen.

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