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Alu-Aufkleber auf dem Apfel

Alu-Aufkleber auf dem Apfel

Sie kleben nicht nur auf jedem Apfel. Sie sind auf jeder Banane, jeder Birne oder Pflaume. Und auch auf dem Gemüse. Ob Zucchini oder Gurke, fingernagelgroß. Oder sogar wie ein 1-Euro-Stück auf einer Honigmelone. Man findet sie auf Obst und Gemüse: Aufkleber aus – Aluminium! Doch warum? Was ist so schlimm an den Dingern?

Häufig steht auf den Aufklebern ein sogenannter PLU-Code. Der wird an der Kasse eingegeben, damit das Produkt richtig abkassiert werden kann. Denn, ob der Apfel jetzt Elstar oder Braeburn ist, lässt sich auf den ersten Blick nicht unbedingt unterscheiden. Manchmal geben die Aufkleber aber auch Auskunft über den Anbau des Produktes:

 

  • steht am Anfang eine 8, wurde das Obst oder Gemüse gentechnisch verändert.
  • bei einer 9 handelt es sich um den Bio-Anbau – es wurden also keine Pestizide oder Kunstdünger eingesetzt.
  • genau das Gegenteil davon sind die 3 oder 4 – hier handelt es sich um den konventionellen Anbau und es wurden Pestizide und Kunstdünger eingesetzt.

 

Allerdings gibt es für den Handel keine Pflicht, diesen Code auf den Lebensmitteln zu haben.

 

Weg mit den Alu-Aufklebern!

 

Häufig werden die Aufkleber nicht richtig entsorgt und landen zum Beispiel mit der Schale in der Bio-Tonne. Dort kann das Aluminium nicht richtig recycelt werden, denn es zersetzt sich nicht. Der kleine Aufkleber muss also unbedingt in die gelbe Tonne bzw. den gelben Sack!!!

 

Sind die Aufkleber wirklich wichtig?

 

Wir als Käufer wollen natürlich wissen, wie das Produkt angebaut wurde und wo es herkommt? Aber warum muss dann diese Information mit einem Stück Aluminium etikettiert werden?!

Ist dir mal aufgefallen,  dass es häufig auch zu einer Dopplung der Aufkleber kommt? Damit sind zum Beispiel Äpfel in einem Sechser-Pack gemeint. Sie sind bereits in Folie zusammen verpackt, vorn auf der Folie stehen Produktinformationen sowie der Preis. Warum braucht dann noch jeder einzelne Apfel einen Aufkleber? Auch hier wird wieder unnötiger Müll produziert.

 

Warum ist es wichtig, die Aufkleber abzuziehen?

 

Eigentlich darf der Kleber, der für die Aufkleber verwendet wird, keine giftigen Stoffe an das Lebensmittel abgeben. Aber es bilden sich immer wieder braune Stellen unter den Aufklebern. Das könnte daran liegen, dass das Lebensmittel an der Stelle kein Licht mehr abbekommt.
Hier noch ein kleiner Tipp von uns: Wenn du den Aufkleber abgezogen hast, kann noch etwas Kleber an dem Lebensmittel haften bleiben. Diese Kleberückstände solltest du auch entfernen, im besten Fall wegschneiden.

 

Aufkleber aus Plastik und Aluminium

 

Warum müssen die Aufkleber ausgerechnet aus Plastik oder – eben noch viel schlimmer – aus Aluminium sein? Wie wir alle schon wissen, ist Plastik auch so schon ein Problem auf der Welt. Wird es nicht richtig entsorgt und recycelt, kann es bis zu 450 Jahre dauern bis es verrottet.
Doch warum ist Aluminium das noch viel größere Übel? Bei der Gewinnung dieses Rohstoffs werden pro Kilogramm Aluminium 8 – 12 Kilo CO2 ausgestoßen. Zudem werden für die Herstellung von 1 Tonne Aluminium sogar 1.000-5.000 Liter Wasser benötigt. Dabei entstehen zudem zwischen 1 und 3 Tonnen toxischer Rotschlamm, der in abgedichteten Deponien eingelagert werden muss.

 

So entsorgst und trennst du deinen Müll richtig:

 

  • Gelbe Tonne/ Gelber Sack: Verpackungsmüll aus Plastik, Produkte aus Kunststoff und Metall, Styropor, Konservendosen, Kronkorken, Aufkleber auf Obst und Gemüse…
  • Schadstoffe: Diese müssen auf einen Wertstoffhof oder zu anderen Sammelstellen gebracht werden. Das sind Batterien, einige Elektrogeräte, manche Medikamente…
  • Restmüll: Alle anderen, nicht verwertbaren Stoffe, die keine Problemstoffe sind. Zum Beispiel: Asche, Kerzen, Gummi, Fotos, Glühbirnen, Hygieneartikel, Porzellan, Stoffreste…
  • Biotonne/Kompost: Küchenabfälle und Grünabfälle wie Obst und Gemüse, Schalen, Reste, nicht mehr essbare Lebensmittel (ohne Verpackung), Blumen…
  • Glascontainer: Produkte aus Glas wie Flaschen, Einweggläser (am besten ohne Deckel). Hier ergibt es auch Sinn, das Glas farblich zu sortieren. Was NICHT reinkommt: Trinkgläser, Fensterglas, Blei- und Kristallglas, Spiegelglas, Vasen, Porzellan, Keramik und Glühbirnen.
  • Papiertonne: Papier, Pappe und Karton wie Zeitschriften, Schulmaterialien, Eierkartons…

Hier noch ein kleiner Tipp von uns: Erstell dir selbst kleine Pläne, was in welche Tonne reinkommt. Klebe diese dann an die jeweilige Tonne – so vermeidest du falsche Mülltrennung.

 

Fazit:

 

Die Aufkleber auf Obst und Gemüse sind für die Kassierer beim Unterscheiden der Sorte durchaus eine Hilfe. Allerdings sind sie sonst unnötig und produzieren nur Müll. Abgesehen davon, sind manche Aufkleber aus Aluminium. Und Aluminium herzustellen ist nicht gerade Ressourcenschonend. Auch könnte man auch andere, umweltfreundliche und müllvermeidende Methoden finden, die Lebensmittel voneinander zu unterscheiden.

 

Was wir dagegen machen:

 

Wir haben schon eine Sammlung vom Wochenendeinkauf geschickt bekommen. Es ist krass, wie viele Aufkleber bei einem Einkauf zusammen.

Mach auch du mit bei unserer Alu-Aufkleber-Challenge. Weg mit diesen Aufklebern auf Obst und Gemüse! Klebe mal die Aufkleber auf ein Blatt Papier, dazu das Datum vom Einkauf. Dann mach ein Foto und schick es uns zu. Entweder über unsere Social Media Kanäle oder an unsere E-Mail: hello@futureleaf.space. Steig mit auf unseren Zug auf, werde mit uns #klimaschlau!

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