Title Image

Berliner Pflanze® für Balkon und Garten

Berliner Pflanze® für Balkon und Garten

Wenn die Blumen im Garten die Köpfe hängen lassen oder an der liebevoll gehegt und gepflegten Erdbeerpflanze einfach keine einzige Beere wachsen will, muss ein guter Dünger her – die Berliner Pflanze®.

Was das ist? Ein Dünger, der die Umwelt entlastet. Eine großartige Alternative zur ansonsten großen Auswahl im Gartencenter. Denn alle haben letztendlich meisten eins gemeinsam: Sie bestehen aus Phosphorverbindungen.

 

Warum ist Phosphor so bedeutend?

 

Phosphor ist eine Grundsubstanz für so ziemlich jedes Leben auf der Erde. Pflanzen nehmen Phosphor aus dem Boden auf und können so wachsen und gedeihen. Durch eine Scheibe Brot oder ein Glas Milch beispielsweise nehmen Menschen den Phosphor auf und er kommt so in unsere Nahrungskette. Ohne Phosphor müssten wir schnell die Zähne in die Tischkante schlagen. Obwohl das dann auch nicht mehr ginge, denn Phosphor ist ebenso wichtiger Bestandteil der Zähne und Knochen und letztlich auch der DNA- und RNA-Moleküle. Phosphor ist an den wichtigen Energiestoffwechselprozessen auf der Erde beteiligt und damit unersetzlich.

 

Phosphor wird knapp

 

Bei nährstoffarmen Böden ist eine Düngung mit Phosphor unverzichtbar. Aber vor allem die intensive Landwirtschaft kommt ohne Dünger nicht aus. Um diese Versorgung zu gewährleisten, ist eine Menge Düngemittel nötig. Weltweit  werden jährlich 40 Millionen Tonnen Phosphat-Dünger eingesetzt!

Die Basis aller Phosphat-Dünger ist Phosphor. Dieser wird als Rohstoff überwiegend aus fossilen Lagerstätten gewonnen, die sich über einen Zeitraum von mehreren Millionen Jahre aufgebaut haben. Eine solche natürlich vorkommende Ressource ist allerdings begrenzt. Prognosen zufolge könnten die Phosphorlagerstätten in 50 bis 200 Jahre aufgebraucht sein.

 

Was hat Abwasser mit unserem Dünger zu tun?

 

Recycling geht nicht nur mit Plastikflaschen. Ebenso funktioniert Recycling auch mit Phosphor. Und das aus einem wirklichen Abfallprodukt – Klärschlamm. Menschen scheiden einen Teil, des über die Nahrung aufgenommenen Phosphors wieder aus. Über das Abwasser gelangt dieser dann in den Klärschlamm, der dann oft nichts weiter ist als Abfall. Dabei kann eine wertvolle und knappe Ressource zurückgewonnen werden.

Früher wurde der Klärschlamm direkt als Düngemittel auf die Felder ausgebracht. Neben dem Phosphor enthält dieser aber eben auch Schwermetalle wie Blei, Cadmium und Quecksilber. Auf Felder, deren Früchte später mal auf dem Frühstückstisch landen sollen, ist das gefährlich, weil so die Giftstoffe mit der Nahrung wieder aufgenommen werden. Also muss eine andere Lösung her, um den Phosphor zurückzugewinnen.

 

Mineralischer Langzeitdünger – Berliner Pflanze®

 

Die Berliner Wasserbetriebe haben sich dieser Aufgabe angenommen und ein entsprechendes Verfahren entwickelt: Bei der biologischen Auslösung des Mineralstoffes läuft eine Reaktion mit anderen Substanzen ab. Dieser Kristallisationsprozess führte zur Verstopfung der Leitungen. Also wurde das Verfahren weiterentwickelt, um die Kristallisation gezielt ablaufen zu lassen. Das gewonnen Salz besteht aus Magnesium-Ammonium-Phosphat, kurz MAP. Unter dem Namen Berliner Pflanze wird diese Verbindung als mineralischer Langzeitdünger zur Verfügung gestellt.

 

Vorteile von mineralischen Düngern

 

  •       Ein Überangebot von Phosphor verunreinigt das Wasser und führt zur Algenbildung. Durch den Prozess der Auslösung wird dies verhindert.
  •       Gegenüber organischen Düngern, wie Stallmist, Jauche oder Gülle ist die Versorgung der Pflanzen mit einem mineralischen Dünger umweltschonender und genauer möglich.
  •       Mineralische Dünger enthalten Verbindungen, die in der Natur vorkommen und keine synthetischen Moleküle sind. Die Natur kennt sich also damit aus, wie sie mit diesen Verbindungen umgehen muss.
  •       Durch die Verwendung eines Abfallproduktes entsteht eine Kreislaufwirtschaft. Ressourcen werden so gespart.

 

Wie hilft das den Schmetterlingen?

 

Damit die vielen verschiedenen bunten Blumen in der zweiten Episode unserer AR-Story blühen können, brauchen die Pflanzen die richtigen Nährstoffe. Ein gutes und umweltfreundliches Düngemittel hilft also auch den Schmetterlingen, die volle Blütenpracht zu genießen und mit Nektar versorgt zu werden. Mach mit und sieh dir an, wie die Blumen wachsen und die Schmetterlinge mehr werden.

Andere alternative Dünger

 

Wenn sogar aus Klärschlamm noch etwas wertvolles für die Umwelt werden kann, funktioniert das garantiert auch mit anderen Abfallprodukten. Wir haben ein paar Möglichkeiten zum Ausprobieren für Garten und Balkon gesammelt, auf die sich deine Pflanzen auch freuen können.

 

  •       Abgestandenes Sprudelwasser, was wir nicht mehr trinken wollen, enthält immer noch die wichtigen Nährstoffe für das Pflanzenwachstum.
  •       Kaffeesatz enthält die Nährstoffe Kalium, Phosphor und Stickstoff und kann außerdem vor Schnecken schützen.
  •       Eierschalen sind ein guter Kalklieferant. Etwas zerkleinert, können sie nach dem Frühstück einfach in den Balkonkasten gegeben werden.
  •       Den Garten einfach so lassen wie er ist. Langes Gras oder abgestorbene Blätter sorgen dafür, dass der Nährstoffgehalt im Boden in Balance bleibt.

 

Fazit

 

Pflanzen brauchen Dünger. Und wir brauchen ihn auch, um weiter goldene Kartoffel, saftige Beeren und fluffiges Brot genießen zu können. Dünger muss nicht immer klassisch aus abgebauten Phosphor hergestellt sein. Reste, die sonst nur Abfall wären, eigenen sich oft prima, um daraus Dünger herzustellen.

Keine Kommentare

Schreib einen Kommentar