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Meer aus Plastik

Meer aus Plastik

 

Unsere Erde, der Blaue Planet, trägt diesen Namen nicht umsonst: 70 Prozent, also nahezu drei Viertel der Erdoberfläche bestehen aus Wasser. Doch diese riesigen Wasserflächen haben ein Problem. Jedes Jahr produzieren wir 400 Millionen Tonnen Plastik. Und viel zu viel landet davon in unseren Ozeanen. Zwischen 4,8 bis 12,7 Millionen Tonnen jedes Jahr!

In Reportagen sieht man häufig, wie Plastikteile auf der Wasseroberfläche der Ozeane und Meere schwimmen. Das ist aber nur das, was man oberfächlich sehen kann. 90 Prozent der Plastikabfälle sinken nämlich Richtung Meeresboden. Dort werden sie durch die Bewegung des Wassers langsam zersetzt. Der Sand wirkt wie Schmirgelpapier, wodurch winzig kleine Plastikteilchen entstehen und ins Meer abgegeben werden.

Teile, die unter 5 mm groß sind, heißen Mikroplastik. Dieses Mikroplastik wird von den Meerestieren über die Nahrung aufgenommen. Aber auch wir kommen damit in Kontakt. Nämlich dann, wenn wir am Strand spazieren gehen. Wir laufen dann nicht nur auf Sand, sondern eben auch auf Mikroplastik, das sich unter den Sand gemischt hat. Aber es kann auch sogar in unser Trinkwasser oder unserer Nahrung gelangen, denn alles befindet sich in einem großen Kreislauf.

Eine vollständige Zersetzung von Plastik dauert übrigens mehrere Hundert bis Tausend Jahre.

 

Warum ist Plastik so schädlich?

 

Dass ein künstlich hergestellter Stoff ins Meer gelangt, ist ein Sache und schon schlimm genug. Plastik enthält aber außerdem schädliche Stoffe. Dazu zählen etwa Weichmacher, die genau das tun, was ihr Name verspricht: Sie machen harte oder rauhe Materialien weich. Wo stecken diese Weichmacher denn überall drin?

 

Weichmacher findet man unter anderem in

    • Farben/Lacken,
    • Kunststoffen,
    • Anstrich-, Dichtungs- oder Beschichtungemitteln,
    • Gummi- oder Kautschukmaterialien,
    • Medizinprodukten,
    • Fußbeläge,
    • Elektrokabel,
    • Klebstoffen und
    • Textilien.

 

Wenn nun diese Weichmacher in unsere Umwelt gelangen und darüber in unsere Nahrung, schädigen sie so unsere Gesundheit. Einige können sogar über die Haut aufgenommen werden. Weichmacher sind außerdem geruch- und geschmacklos. Es fällt also gar nicht auf, wenn du etwas mit Weichmachern in der Hand hälst.

 

Wie kannst du Weichmacher vermeiden?

 

Vermeide Kunststoff. Wenn das nicht möglich ist, dann achte darauf, ob es sich um PVC handelt. Das erkennst du daran, dass ein Dreieck mit einer “3” und dem Kürzel “PVC” angebracht oder eingeprägt ist. Dann solltest du darauf verzichten, denn da stecken Weichmacher drin. Eine Alternative ist hier z.B. das sogenannte Polyethylen, kurz PE.

Spielzeuge und Kleidung kannst du auch Second Hand kaufen. Es muss nicht immer alles neu sein. Oder – noch viel besser – du greifst zu Holzspielzeug, das mit ungiftigen Farben, Lacken und Klebern verarbeitet sein sollte.

Verzichte auf Plastiktüten. Nimm zum Einkaufen einen Stoffbeutel mit. Auch beim Abpacken von Obst und Gemüse solltest du auf eine Plastiktüte verzichten. Denn gerade diese haben eine sehr kurze Lebensdauer. Inzwischen reagiert auch der Handel und hat Einkaufstüten verbannt. Allerindgs noch nicht in der Obstabteilung. Hier hilft es, wenn du Tüten mehrfach benutzt, also vor dem Einkauf einige der kleinen Plastiktüten mitnehmen.

 

Fazit:

Unsere Meere und Flüsse haben ein großes Problem. Durch Plastikmüll und vor allem Mikroplastik werden sie immer stärker verschmutzt. Die Meerestiere leiden stark darunter, denn sie fressen den Plastikmüll. Und auch für uns ist der Müll eine Gefahr. Mikroplastik gelangt durch die Nahrung in unseren Körper. Weichmacher nehmen wir über die Haut auf. Wir müssen in unserem Alltag Plastik vermeiden. Nicht nur ein bisschen, sondern am besten ganz und gar. Auch wenn das nicht einfach ist. Aber der Versuch ist es wert.

 

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Quellen:

https://www.wwf.de/themen-projekte/meere-kuesten/plastik/unsere-ozeane-versinken-im-plastikmuell

https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/muellkippe-meer/

https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/umwelteinfluesse-auf-den-menschen/chemische-stoffe/weichmacher

https://www.nachhaltiger-warenkorb.de/warum-sind-weichmacher-problematisch/

https://www.nachhaltiger-warenkorb.de/themen/kauftipps-fuer-spielzeug/

 

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