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So produzierst du weniger Mikroplastik

So produzierst du weniger Mikroplastik

 

Mikroplastik sparen! Aber Achtung: Wir laufen schnell Gefahr bei Plastik-Alternativen auf Greenwashing reinzufallen. Das wollen wir vermeiden und haben deshalb genauer hingeschaut, wie nachhaltig Glasflasche, Papiertüte und co. sind. 

 

Habt ihr auch eine Tüten-Tüte? So heißt die Tütensammlung, die bei fast jedem von uns zu Hause ist und immer größer wird. Obwohl wir uns immer vornehmen, beim Einkaufen ein Exemplar dieser Sammlung mitzunehmen, vergessen wir das öfter als uns lieb ist. Dann stehen wir an der Kasse und müssen doch eine neue Tüte kaufen. Doch welche soll ich nehmen? Papier, Plastik, PET-Shopper oder Jutebeutel? Die Auswahl an der Kasse ist groß, aber was ist am besten für die Umwelt? 

 

Tipp 1: Papiertüten sind schlechter als Plastiktüten

Ja, denn bei der Produktion von Papiertüten wird das doppelte an CO2 ausgestoßen als bei Plastiktüten. Ganz abgesehen von der Abholzung für das Papier. Außerdem gehen Papiertüten viel schneller kaputt. Plastiktüten sind robuster – und genau darin liegt ihr Klimavorteil, wenn wir sie nicht nach einem Gebrauch wegschmeißen.
Benutzt die Papiertüte ebenfalls mehrmals, ist die natürlich besser.

 

Tipp 2: Stoffbeutel für die Ewigkeit
Okay, und was ist mit Stoffbeuteln? Auch die Herstellung von Stoffbeuteln ist energieaufwändig. Damit wir einen positiven Effekt fürs Klima haben, nutzen wir die Beutel im Future-Leaf Team möglichst lange und oft. Im Vergleich zu Plastik und Papier ist ein weiterer Vorteil, dass sie nicht so schnell einreißen. Und ist er dreckig – kann man ihn waschen. Hat er ein Loch – ab zu Oma, die kann das flicken.
Das Tolle ist, der Stoffbeutel produziere kein Mikroplastik und so landet kein Plastik im Meer!

 

Tipp 3: Plastikshopper langlebiger als Papier
Du kannst aber auch nach Shoppern aus recyceltem Plastik Ausschau halten. PET Flaschen und ähnliches werden hier wiederverwertet. 

Das Plastik bekommt also eine zweite Chance und wird davor bewahrt die Umwelt weiter zu verschmutzen. 

 

Teste dein Wissen über Mikroplastik und mache unseren Quiz auf Instagram. @futureleafmission

 

Tipp 4: Glasflaschen produzieren auch Mikroplastik

 

Dass Plastikflaschen blöd sind, wissen wir ja schon. Schließlich verursachen sie Mikroplastik. Das Pfandsystem ist schonmal gut. Nur können leider nicht alle PET-Flaschen zu neuen Flaschen recycelt werden. (Mehr dazu findest du in unserem Artikel “Gutes Plastik – schlechtes Plastik”)

 

Tipp 5: Glasflaschen sind besser – aber nur bedingt.

In einer Studie haben Forscher im Mineralwasser, das aus Glasflaschen stammt, auch Mikroplastik gefunden. Vermutlich liegt das am Deckel, denn mit jedem Öffnen einer Flasche mit Plastikdeckel wird Mikroplastik produziert.

 

Übrigens: Fakt ist, dass wir Mikroplastik in uns aufnehmen. Ob Mikroplastik gesundheitliche Folgen hat, ist jedoch noch nicht ausreichend erforscht.

Die Produktion und das Recycling brauchen mehr Energie als Plastik. Das spricht nicht unbedingt für eine gute Ökobilanz. Dafür wird die Umwelt nicht durch Plastik belastet!
Deshalb kommt es bei Glasflaschen darauf an, wie du sie verwendest. Denn auch hier besteht die Möglichkeit, die Mehrweg-Glasflasche einfach weiterzunutzen. Du kannst dein Leitungswasser in die Glasflasche füllen oder sogar ein cooles Upcycling-Projekt daraus machen. 

 

Tipp 6: Getränkekartons sind die Lösung
Woran viele nicht denken: den Getränkekarton! Der lässt sich gut recyceln, da er aus Zellstoff besteht und das Plastik darin einfach abzulösen und recyclebar ist. Durch das leichte Gewicht, ist auch der Transport umweltfreundlicher. Wegen der Lichtdurchlässigkeit, bleiben Vitamine und Geschmack gut erhalten. Also bei Karton-Wein denke ich zwar nicht wirklich an etwas Hochwertiges, aber eigentlich wäre das ja die perfekte Verpackung! 

 

Tipp 6: Die Metallflasche ist plastikfrei
Eine andere Möglichkeit ist die wiederverwendbare Metallflasche. Das ist der Favorit unter den Tipps. Sie ist leichter als eine Glasflasche, schadstofffrei und langlebig. Trotzdem sollte man darauf achten, ob die Flaschen auch unter fairen Bedingungen produziert wurde. Es gibt in Schulen, Einkaufszentren und an Strassen immer mehr Wasserspender, die extra für das Abfüllen von Flaschen aufgestellt werden. So wird auf jeden Fall Mikroplastik eingespart.

 

Tipp 7: Mikroplastik in unseren Klamotten  

Bei Sportbekleidung ist Plastik kaum wegzudenken, denn die Kleidung besteht meistens aus Kunststofffasern. Beim Waschen lösen sich kleine Plastikpartikel und das Mikroplastik, das nicht in der Kläranlage gefiltert wird, gelangt in die Umwelt.

Polyester bringt viele Vorteile mit sich, die vor allem beim Sport wichtig sind – atmungsaktiv, strapazierfähig, sammelt keine Feuchtigkeit. Es gibt aber auch dafür Alternativen wie Stoffe aus Eukalyptus, Agaven, Soja und mehr. Es werden keine fossilen Ressourcen verbraucht und es gelangt kein Mikroplastik in die Umwelt!

 

Tipp 8:  Wir produzieren Mikroplastik beim Laufen

Dass Autoreifen einen Abrieb von Mikroplastik erzeugen, kann man sich ja noch vorstellen. Tatsächlich ist der Autoreifen der Hauptverursacher von Mikroplastik in der Umwelt. 

Aber auch unsere Schuhsohlen hinterlassen ihre Spuren. 109 Gramm Mikroplastik verliert ein*e Deutsche*r im Schnitt jedes Jahr nur durchs Laufen. Das ist zwar insgesamt weniger als beim Autofahren, doch wenn 1 Millionen Deutsche laufen, sind es gleich 109 Tonnen, und die gelangen über das Regenwasser ins Meer. 

 

Tipp 9: Sportschuhe
Damit es sich gut in Turnschuhen läuft, sind die meisten Bestandteile aus Plastik. Dennoch gibt es auch Schuhe aus Naturkautschuk und anderen natürlichen Materialien. So verhindern wir, dass unsere Schuhe beim Laufen Mikroplastik hinterlassen. Der Abrieb bei Schuhen aus Biokunststoff ist nämlich biologisch abbaubar und gelangt nicht ins Meer.

 

Mehr Infos in unserem Videopodcast #klimaschlau nachgehakt Folge 3!
Nico Russ hatte es satt, ständig seine Schuhe wegschmeißen zu müssen, nur weil die Sohle kaputt ist und hat einen nachhaltigen Schuh entwickelt.

#klimaschlau nachgehakt – Können Sportschuhe nachhaltig sein?

Tipp 10: Tüten sammeln macht gutes Gewissen
Und was ist mit unserer Tüten-Tüte aus deinen alten Plastiktüten? Die meisten machen das auf jeden Fall und kaufen keine neuen Tüten. Und auch, wenn wir die Plastiktüten mehrfach nutzen, ist auch eine Tüten-Tüte nicht die umweltfreundlichste Alternative. 

Sie produziert trotzdem Mikroplastik. 

 

Fazit
Es gibt also super viele Möglichkeiten auf Plastik zu verzichten. Auch großes Plastik wird irgendwann zu Mikroplastik. Und wo das überall landet, ist erschreckend. Es lohnt sich also so wenig Plastik wie möglich zu benutzen. 

 

Vielen Dank für eure vielen Tipps und Infos. 

 

Macht wieder mit und schickt uns eure Ideen zu coolen Upcycling-Projekten. 

Wir veröffentlichen sie dann in einem unserer nächsten Artikel.

reaktion@futureleaf.org Stichwort: Mikroplastik Upcycling

 

Marie hat hierzu schon eine tolle Idee auf TikTok veröffentlicht. Schaut auf @futureleafmission vorbei!

 

Euer FUTURE LEAF -Team 

 

 

*Unsere AR Story produziert natürlich auch CO2. Deshalb wird unsere AR-Story nicht direkt auf deinem Handy gespeichert. Wir stellen die AR-Story ausschließlich mit erneuerbarer Energien her und hosten die AR-Geschichte und die Plattform FUTURE LEAF.space auf einem Server, der nur Strom aus erneuerbarer Energie verwendet.

 

Wir arbeiten täglich daran, unseren CO2 Verbrauch zu senken. Mehr dazu auf https://futureleaf.space/about-future-leaf/

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